Julius Wolff Institut
Das neu gegründete Julius Wolff Institut der Charité stellt sich in die Tradition von Julius Wolff, dem Gründer der Orthopädischen Klinik an der Charité. Sein Wolffsches Gesetz, heute besser als „Form follows function“ bekannt, verbindet mechanisches Verständnis mit Beobachtungen in der Medizin.
Wir denken, dass das Motto von Wolff noch heute hohe Aktualität besitzt und wollen verstehen, wie die Biologie auf mechanische Stimulation oder Stimulation durch Zytokine und Wachstumsfaktoren reagiert. Wir erforschen die Belastungen und Beanspruchungen im Bewegungsapparat der Patienten (in vivo) und wie diese von denjenigen beim Gesunden oder Spitzensportler abweichen.
Das Julius Wolff Institut ist eine Gründung des Forschungslabors des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie (CVK, CCM) und des Biomechanik-Labors der Orthopädie (CBF) und kam durch die Fusion der beiden Einrichtungen zustande. Zentrale Forschungsgebiete sind einerseits die Regeneration des Knochens, des Knorpels, des Muskels und der Bänder und andererseits die Analyse der dabei wirkenden Belastungen in Gelenken und Knochen. Diese Arbeiten haben in den letzten Jahren zur Verbesserung der Patientenversorgung geführt und Innovationen bei Implantaten im Bereich des Gelenkersatzes und der Frakturversorgung ausgelöst. Mit Hilfe des Verständnisses der Biologie der Heilung haben wir neue Therapieformen und Produkte zur Beschleunigung der Heilung etablieren können. Für diese Translation arbeiten wir eng mit lokalen und internationalen Partnern aus der Industrie zusammen.
Wegen der starken Orientierung der Forschungsarbeiten auf klinische Anwendungen besteht eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie und mit weiteren klinischen Abteilungen inner- und außerhalb der Charité. Das Julius Wolff Institut ist in führender Rolle aktiv in folgenden Forschungsverbünden:
Direktor: Prof. Dr.-Ing. Georg Duda
Stellv. Direktor: Prof. Dr.-Ing. Georg Bergmann
Das Institut hat 3 Standorte: