Degenerative Erkrankungen

Dr. Alison Agres, Dr. Peter Raffalt

Viele degenerative Erkrankungen können häufig erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert werden, weshalb sich unsere Arbeit mit der Früherkennung und –diagnostik derartiger Krankheiten beschäftigt, um präventiv die Entstehung zu verlangsamen.
Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit.

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Arthrose ist eine degenerative Erkrankung, die allgemein eine Form von Gelenkverschleiß beschreibt, die über das altersübliche Maß hinausgeht. Eine Form von Arthrose wird als Osteoarthrose bezeichnet,  welche durch eine erhöhte allgemeine Belastung, eine Fehlstellung der Gelenke oder eine Deformierung der Knochen entsteht. Verschleiß des Gelenkes, hervorgerufen durch eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung, bezeichnet man hingegen als Rheumatoide Arthritis.

Beide Krankheiten können häufig erst zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt radiologisch erkannt werden, wenn der Einsatz von konservativen Therapien zu spät ist und nur noch ein operativer Eingriff die Schmerzen lindern kann. Eine frühe Erkennung und Diagnostik der Krankheit ist demnach das Ziel unserer Arbeit um präventiv den Eintritt einer Degeneration zu entschleunigen. Ein erster Ansatz ist die Erfassung von eintretenden funktionellen Änderungen in die Kinematik der Gelenke bei Patienten oder Probanden mit erhöhtem Risiko einer Degeneration, z.B. durch eine Verletzung oder eine Fehlstellung (siehe hierzu auch ‚Funktionelle Anpassung‘). Hierzu arbeiten wir an der präzisen Quantifizierung von funktionellen Gelenkstabilitäten, zum einen im Kniegelenk, zum anderen im Metacarpophalangeal Gelenk.

Um den Ursprung einer eintretenden Degeneration erfassen zu können, müssen wir Änderungen auf struktureller und noch besser auf molekularer Ebene erkennen können. Um dies zu erreichen, betrachten wir Änderungen des tibio-femoralen Knorpelvolumens, als auch Änderungen von molekularen Biomarkern (gewonnen aus Serum und Urin), die sensitiv sind für Degeneration zum einen und Synthese zum anderen.

 

Ein detailliertes Verständnis über das Zusammenspiel und den Abhängigkeiten der funktionellen Gelenkstabilitäten mit den Änderungen des Knorpelvolumens und den molekularen Biomarkern stellt ein langfristiges Ziel dar, welches wir innerhalb verschiedenster Projekte untersuchen.

Laufende Projekte

  • "Verbundprojekt: Verständnis und Prävention der Progression der primären Osteoarthrose (OVERLOAD-PrevOP) finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderkennzeichen 01 EC1408A
  • "Grundlage für ein Verständnis der Knorpeldegeneration: Die Bedeutung von passiver und aktiver Gelenk-Laxizität für die pathologische Kinematik des Knies" finanziert durch die Deutschen Forschungsgemeinschaft, DU 298/20-1
  • "Quantifizierung von Morgensteifigkeit in Patienten mit Rheumatoider Arthritis" finanziert von Horizon Pharma AG, Inc. – U.S. Operations, United States of America
  • "NanoDiaRA", Europäische Gesellschaft, siebtes Rahmenprogramm (FP7-NMP-2008-Large-2), Förderkennzeichen 228929

Klinische Partner

  • Felix Eckstein, Institut für Anatomie und muskuloskelettale Forschung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Salzburg, Österreich
  • Dr. med. Gerd Diederichs, Imaging Center Wilhelmshaven (GeRN), Wilhelmshaven
  • Prof. Frank Buttgereit, Klinik für Rheumatologie und klinische Immunologie, CharitéUniversitätsmedizin Berlin
  • Dr. med. Tobias Jung, Oberarzt, Sektionsleiter Kniechirurgie und Sporttraumatologie, CharitéCentrum Orthopädie und Unfallchirurgie

Industrie Partner

  • Suzanne Bourdon, IBEX Technologies, Montreal, Canada

Wissenschaftliche Partner

  • Dr. Rainald Ehrig, Zuse Institut Berlin (ZIB), Computergestütze Systembiologie
  • Robin A. Poole, Department of Surgery, McGill University, Montreal, Quebec, Canada
  • Patrik Önnerfjord, Lund University, Department of Clinical Sciences Lund, Lund, Sweden

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