Kniegelenkersatz

Dr.-Ing. Philippe Moewis

Trotz permanenter Weiterentwicklungen von Kniegelenkendoprothesen in den vergangenen Jahren, gibt es nach wie vor Patienten, die Probleme im Zusammenhang mit der Prothese aufweisen. Durch Analysen und Modelle wollen wir dazu beitragen dieses Patienten ein normales Leben zu ermöglichen.

Sie befinden sich hier:

Trotz der Verbesserungen und des nachweisbaren Erfolgs der Kniegelenkprothese, klagen über 20 % der Patienten über postoperative Schmerzen und Unzufriedenheit. Ein möglicher Grund dafür könnte die Veränderung der physiologischen Kinematik  nach Implantierung des künstlichen Gelenkes sein. Der Wunsch der Patienten nach einem möglichst schnellen Wiedereinstieg in den Alltag bis hin zum schnellen Einstieg in sportliche Aktivitäten macht die Optimierung der Kniegelenkprothese zur Notwendigkeit.

Um Chirurgen als auch Implantatherstellern wertvolle Information über das postoperative Verhalten der Prothesen anbieten zu können, werden bei unbelasteter und belasteter Knieflexion Messungen mit einem Single Plane Fluoroskop durchgeführt. Das Verfahren erlaubt eine genaue Quantifizierung der dreidimensionalen Kniegelenkkinematik und einen genauen Einblick in das Verhalten der Prothese. Außerdem wird für die Erfassung der Kinematik eine Ganganalyse bei alltäglichen Aktivitäten durchgeführt.

Gemeinsam mit spezifischen Belastungsszenarien, geometrischen Eigenschaften und Randbedingungen werden die gesammelten Informationen zusätzlich als Input für finite Elemente (FE) Methoden eingesetzt, um bereits vor der Markteinführung das Verhalten der Kniegelenkprothesen einschätzen zu können.

Laufende Projekte

  • "Verbundprojekt: Verständnis und Prävention der Progression der primären Osteoarthrose (OVERLOAD-PrevOP) finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Förderkennzeichen 01 EC1408A
  • "Entwicklung einer Knie-Endoprothese mit anatomischer Gelenklinie für den internationalen Markt". Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) Projektnummer KF2744003AK3
  • "Kinematische Analyse: In vivo Vergleich verschiedener Level des femoralen Rollbacks in einer kreuzbanderhaltenden totalen Knieendoprothese mit mobilem Lager." HCC Referenznummer: GOFSO00275/ICD Nummer: 662411

Klinische Partner

  • Univ.-Prof. Dr. med. Carsten Perka, Ärztlicher Direktor, CharitéCentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, CharitéUniversitätsmedizin Berlin.
  • Dr. med. Tilman Pfitzner, Geschäftsführender Oberarzt, CharitéCentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, CharitéUniversitätsmedizin Berlin.
  • Dr. med. Philipp von Roth, Facharzt, CharitéCentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, CharitéUniversitätsmedizin Berlin

Industrie Partner

  • DePuy Synthes, Warsaw, Indiana, USA
  • OHST Medical Technology, Rathenow, Brandenburg, Deutschland

Wissenschaftliche Partner

  • Prof. Dr. William R. Taylor, Institute füpr Biomechanik, ETH Zürich, Schweiz

Ansprechpartner