Kieferrekonstruktion

Die Teilresektion des Oberkiefers (Maxillektomie) und des Unterkiefers wird bei Patienten mit ausgedehnten benignen oder malignen Tumoren sowie bei medikamentöser und strahleninduzierter Osteonekrose des Kiefers durchgeführt. Die Rekonstruktion solcher segmentaler Defekte wird meist mit autologen, mikrochirurgisch anastomosierten freien Lappen durchgeführt. Knochen, Muskel, Faszie und eventuell Haut mit nährenden Arterien und Venen werden von der Fibula, dem Beckenkamm oder der Scapula in die Empfängerregion transplantiert, um die Form und Funktion einschließlich Sprechen, Schlucken und habituellem Biss wiederherzustellen.

 

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Biomechanik und Mechanobiologie

Gewebe sind abhängig von mechanischer Stimulation und passen ihr Verhalten und ihre Struktur an wechselnde Belastungsbedingungen an. Studien am Röhrenknochen haben eine Schlüsselrolle von mechanischen Signalen auf den Knochenheilungsprozess gezeigt. Im Unterkiefer, und speziell bei der Unterkieferrekonstruktion mit freien Lappen, ist die Interkonnektivität von Mechanik und Biologie weitgehend unerkannt.
In biomechanischen Studien unter zyklisch-dynamischer Belastung und mit Computermodellierung (Finite-Elemente-Analyse) untersuchen wir das Verhalten von Frakturen und rekonstruierten Unterkiefern (freie Lappen) mit unterschiedlichen Fixationssystemen und deren Einfluss auf intersegmentale Bewegungen und Knochenheilung. Unser Ziel ist es, ein tieferes Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen zu entwickeln, um aktuelle Behandlungsstrategien und verfügbare Verplattungssysteme zu verbessern.

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