Molekulare Traumatologie

Die Arbeitsgruppe Molekulare Traumatologie untersucht die molekularen und zellulären Grundlagen klinisch relevanter Fragestellungen in der muskuloskelettalen Chirurgie mit dem Schwerpunkt pharmakologisch verwertbare Signalereignisse.

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Calca und Arthritis

Calca and arthritis

Tazio Maleitzke, Johannes Keller

Die rheumatoide Arthritis (RA) betrifft 1% der heutigen Weltbevölkerung und ist gekennzeichnet durch eine chronische Entzündung der Synovia und die damit einhergehende Zerstörung der Gelenke, angeführt von Knorpelabbau und Knochenerosionen. Moderne therapeutische Arzneimittelregime können Knochenerosionen und Knorpelabbau leider nur verzögern oder teilweise stoppen. Knochenerosionen, die aus einem Ungleichgewicht von Knochenaufbau und Knochenresorption resultieren, führen zu schweren Gelenkdeformitäten, die letztlich operativ durch Gelenkersatz behandelt werden. Traumatologen und Orthopäden stehen bei der Durchführung von Gelenkersatzoperationen aufgrund der schlechten Knochenqualität bei RA-Patienten oft vor schwierigen Bedingungen. Calcitonin (CT), Calcitonin-Gen verwandtes Peptid (CGRP) und Procalcitonin (PCT), die alle von ihrem gemeinsamen Gen Calca kodiert werden, haben in Fraktur- und Entzündungsmodellen nachhaltige Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel gezeigt. Doch die Rolle der aus Calca gewonnenen Peptide bei der RA ist bisher nicht ausreichend untersucht worden. Unser Ziel ist es, die Wirkung von Calca-Peptiden bei arthritischen Knochenerkrankungen zu untersuchen und zu bestimmen. Wir wollen die verbindende Pathophysiologie von Knochenerosionen, Calca-Peptiden und RA besser verstehen und damit die Knochenqualität und die endoprothetischen Ergebnisse des Patienten in der Gelenkersatzoperation verbessern.