Neuartige Muskuloskeletal Therapien

Trotz der hohen Inzidenz von Muskelverletzungen, degenerativen Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankungen und anderen Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Sehnen- oder Knochenpathologien ist das grundlegende Thema - die biologische Regeneration - in der klinischen Praxis noch nicht gelöst. Seit 2006 arbeiten wir an translationalen Therapien im Bereich der muskuloskelettalen Regeneration mit dem Ziel, dem Patienten innovative regenerative Ansätze zu bieten.

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Regenerative Orthopädie - Sprechstunde: Montag 13:00 bis 16:00

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Forschung und Entwicklung von neuartigen Therapien für den Muskel-Skelett-Bereich

Muskelverletzungen sind sehr häufig und treten nicht nur als Sportverletzungen, sondern auch als Folge der Freilegung tieferer Strukturen während chirurgischer Eingriffe auf. Die Folgen für die betroffenen Patienten sind oft schwerwiegend, wie z.B. schwere körperliche Beeinträchtigungen wie Humpeln oder Schmerzen. Unsere Forschung konzentriert sich daher auf die klinische Umsetzung der somatischen Zelltherapie zur Muskelregeneration.

Es ist auch bekannt, dass Immunzellen die Heilung und Regeneration im Bewegungsapparat beeinflussen. Wir wollen daher neue immunmodulatorische Therapiemöglichkeiten für die klinische Umsetzung regenerativer Therapieansätze im Bereich der Knochenheilung entdecken.

Klinische Translation der somatischen Zelltherapie zur Muskelregeneration

Basierend auf umfangreichen präklinischen Arbeiten zur Wirkung von PLX-PAD auf die Muskelregeneration nach Verletzungen haben wir in Zusammenarbeit mit dem Biotech-Unternehmen Pluristem eine Phase I/II-Studie durchgeführt. Um die Regeneration von Hüftfrakturpatienten noch positiver zu beeinflussen, haben wir unsere Forschung zur Regeneration von Muskelgewebe fortgesetzt. Daher führen wir derzeit eine internationale multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie durch, um die Wirksamkeit intraoperativer intramuskulärer Injektionen von PLX-PAD zu untersuchen. Die Forschung umfasst auch die Untersuchung von Stressreaktionen mit dem Ziel, Patienten für zukünftige Therapien zu stratifizieren. Das EU Horizon 2020 Programm finanziert diese Forschung mit dem Namen HIPGEN-Projekt. Parallel dazu bereiten wir weitere klinische Studien für andere Indikationen des Bewegungsapparates vor.

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Klinische Umsetzung regenerativer Therapieansätze im Bereich der Knochenheilung

Entzündungen sind eine sofortige lokale Reaktion auf Gewebeschäden, die das Gewebe auf eine eventuelle Reparatur und Heilung vorbereiten. Diese Entzündungsreaktion ist für die Heilung notwendig, sollte aber kurzlebig sein, um die gewünschte Reaktion zu erhalten. Sie kann jedoch verlängert oder zu stark sein und zu einer inversen Schädigung des Effektgewebes führen (Schmidt-Bleek et al. 2012b). Dies führt zu zusätzlichen Belastungen für den Patienten (Schmerz, Infektion und Operationsrisiko). Ein Schlüssel zur Lösung dieses Problems könnte die Ansammlung naiver, pro-regenerativer Zellen im Muskel-Skelett-Gewebe für ihr knochenheilungsförderndes Potenzial sein. Unser Ziel ist es daher, neue immunmodulatorische Therapiemöglichkeiten zu entdecken.

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Darüber hinaus entwickeln wir derzeit einen kombinierten Ansatz aus einem Medikament und einem biologischen Klebstoff, um die Wirksamkeit der Frakturheilung zu verbessern. Das Hauptziel ist es, eine sichere und effiziente Methode zur lokalen Verabreichung eines zuvor klinisch getesteten Medikaments in einer Fibrinmatrix zur Heilung proximaler Oberarmfrakturen zu etablieren.

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