Hüftendoprothese

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt startete am 01. Januar 2012 mit einer Laufzeit von drei Jahren und beschäftigt sich mit einer neuen instrumentierten Hüftendoprothese, die eine in vivo Messung der Kräfte und Momente im Hüftgelenk erlaubt.

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Belastung von Hüftendoprothesen

Messung der Kräfte und Momente im Hüftgelenk

Anhand von Messungen an zehn Personen wird ein Belastungsprofil mittlerer und maximaler Gelenkbelastungen bei häufig vorkommenden Aktivitäten erstellt. Außerdem wird untersucht, ob instabiles Gehen zu extrem hohen Belastungen führen kann. Dies wird realistischere mechanische Tests und verbesserte Verankerungstechniken für neue Hüftimplantate erlauben als bisher. Patienten mit Arthrose, noch nicht voll belastbaren Frakturen und frisch implantierten, zementfreien Implantaten können Hinweise auf hoch belastende und daher zu meidende Aktivitäten gegeben werden. Die Wirksamkeit orthopädischer Hilfsmittel und physiotherapeutischer Konzepte kann überprüft werden. Durch die erstmals mögliche Messung der Reibung im Gelenk werden realistischere Verschleißuntersuchungen und eine Verbesserung des Verschleißverhaltens der Implantate ermöglicht. Mit Hilfe von synchronen Gelenkbelastungen und Bewegungsdaten können Computersimulationen so verbessert werden, dass die Belastungen aller Strukturen im Beinskelett mit guter Genauigkeit berechnet werden können.

Die Belastungen und zugehörigen Bewegungsdaten werden so aufbereitet, dass sie in der Datenbank OrthoLoad.com allgemein zugänglich sind. Dies wird es vielen anderen Forschergruppen erlauben, die in vivo exakt gemessenen Daten für eigene Fragestellungen als "gold standard" zu verwenden.