Biomechanik der Wirbelsäule

Rückenschmerz ist die erstgenannte Volkskrankheit Deutschlands. Die Lebenszeitprävalenz von akuten Rückenschmerzen liegt bei etwa 70%. Die Prävalenz chronischer Rückenschmerzen wird mit 8 bis 21% angegeben. Das Julius Wolff Institut forscht, um Schmerzursachen vorzubeugen und die Schmerzbehandlung weiter zu optimieren.

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Beanspruchung der Wirbelsäule

Bewegungen, wie eine Oberkörperneigung, und Belastungen, wie das Tragen einer Einkaufstasche, führen zu lokalen Spannungen und Dehnungen in Geweben. Dabei gilt: Viel hilft nicht viel. Die richtige Dosis macht's. Zu hohe Spannungen und Dehnungen können Strukturen schädigen, Risse verursachen oder Bandscheiben zum prolabieren bringen. Zu geringe Spannungen und Dehnungen wiederum führen zu einem Abbau von Knochen- und Weichteilmasse, was ein erhöhtes Frakturrisiko zur Folge haben kann. Bis heute wissen wir nur sehr wenig über Dosis-Wirkungs-Beziehungen. Sicher ist, dass die richtige Dosis individuell sehr unterschiedlich sowie alters- und geschlechtsabhängig ist. Forscher unserer Arbeitsgruppe untersuchen solche Dosis-Wirkungs-Beziehungen unter unterschiedlichen Bedingungen: im gesunden Zustand, nach Implantation oder im Verlauf einer Degeneration.