Biomechanik der Wirbelsäule

Rückenschmerz ist die erstgenannte Volkskrankheit Deutschlands. Die Lebenszeitprävalenz von akuten Rückenschmerzen liegt bei etwa 70%. Die Prävalenz chronischer Rückenschmerzen wird mit 8 bis 21% angegeben. Das Julius Wolff Institut forscht, um Schmerzursachen vorzubeugen und die Schmerzbehandlung weiter zu optimieren.

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Diagnostik

Diagnostik und Intervention unter Alltagsbedingungen

Zu Zeiten des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels ist das Personal eines Unternehmens dessen wertvollste Ressource. Die Aufgabe, die Gesundheit dieser Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nachhaltig aufrecht zu erhalten und zu fördern, gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. In Deutschland sind Rücken- und Gelenkschmerzen die Ursache für ca. jede zehnte Krankschreibung. Durch die hohe Anzahl von Arbeitsunfähigkeitstagen gewinnt die Ergonomie am Arbeitsplatz immer mehr an Bedeutung, mit dem Ziel, Rückenschmerzen, die durch Fehl- und Zwangshaltungen, Heben und Tragen schwerer Lasten oder andauendes Stehen und Sitzen ausgelöst werden können, vorzubeugen. Haltungs- und Bewegungsanalysen spielen eine große Rolle in der Einführung und Evaluation von ergonomischen Maßnahmen auf der verhaltens- und verhältnispräventiven Ebene. Die bis heute nur sporadisch verwendeten Instrumente für die Arbeitsplatzvermessung sind in ihrer Handhabbarkeit und ihren Ergebnissen eingeschränkt, da sie beispielsweise nur Kurzzeitmessungen unter Laborbedingungen zulassen. Weiterhin sind die aktuellen Empfehlungen für ergonomische Ausrichtung des Arbeitsplatzes veraltet und berücksichtigen nicht die individuellen Anforderungen sowie Unterschiede in Form und Funktion der Wirbelsäule der einzelnen Mitarbeiter.

Ziel ist es, die von uns entwickelten Diagnostikmethoden und Interventionsprogramme unter Alltagsbedingungen in der Unternehmenswelt verschiedener Branchen zu testen.