Knochenheilung im Julius Wolff Institut

Dr. rer. nat. Katharina Schmidt-Bleek

Knochen ist ein sehr interessantes Gewebe, da es zur Regeneration fähig ist, nachdem es eine Verletzung erlitten hat. Trotzdem kommt es auch heute noch und auch bei guter medizinischer Versorgung, bei 5-20% aller Frakturen zu einer für den Patienten unbefriedigenden verspäteten Heilung oder die Heilung bleibt sogar vollständig aus. Für diese Patienten eine sinnvolle Lösungsstrategie zu finden ist Ziel unserer Forschung.

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Bedeutung der Wissenschaft für die Therapie von Knochenschäden

Die demografische Projektion für die Bevölkerung der EU sieht für die kommenden Jahre einen Anstieg der Frakturhäufigkeiten voraus, die mit dem Anstieg des Anteils über 50-jähriger zusammenhängt sowie mit der Tatsache das Alter mit einem erhöhten Risiko zu Frakturen einhergeht. In der Europäischen Union wird der Anteil der über 50-jährigen in den nächsten 10 Jahren um 20% ansteigen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass von 183 Millionen Menschen im Jahre 2010 die Zahl der über 50-jährigen auf 219 Millionen im Jahr 2025 ansteigen wird. Den stärksten Anstieg zeigt die Gruppe der über 80-jährigen mit 32%. Damit werden die Frakturen von 3,5 Millionen in 2010 auf 4,5 Millionen in 2025 ansteigen (die Zahlen beruhen auf der "UN World Population Projection").

Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig auch heute im Zeitalter der fortgeschrittenen Medizin, die Forschung für ein besseres Verständnis der Knochenheilung ist. Die Entwicklung von therapeutischen Strategien zur Verbesserung der Knochenheilung besonders im Hinblick auf einen älteren Patienten ist damit ein wichtiges Forschungsziel.