Osteoimmunologie

Dr. rer. nat. Katharina Schmidt-Bleek

Die Interaktion des Skelett- und Immunsystems während der Knochenheilung steht im Fokus unserer wissenschaftlichen Arbeit. Knochen und Immunzellen verbinden gemeinsame Vorläuferzellen, aus denen sie im Knochenmark reifen; es liegen vielfältige Wechselwirkungen zwischen den Zellen beider Systeme vor.

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Interaktion des Immun- und Skelettsystems

Die Zellen des Knochen- und Immunsystems sind räumlich eng miteinander verbunden. Granulozyten, Monozyten, natürliche Killerzellen, dendritische Zellen und Lymphozyten werden im Knochenmark gebildet. Die im Knochenmark liegenden myeloide Vorläuferzellen können sich aufgrund unterschiedlicher Differenzierungssignale entweder zu Makrophagen, den Fresszellen des Immunsystems, oder zu Osteoklasten, den knochenabbauenden Zellen des skeletalen Systems entwickeln. Daher teilen sich  Knochen- und Immunsystem gemeinsame Vorläuferzellen und können dadurch auch auf die gleichen Signalmoleküle reagieren. Die Interaktion des Immunsystems mit der Knochenformation ist jedoch erst unlängst stärker in den Fokus der Forschung gerückt und hat in Folge dessen zur Gründung des Forschungsfeldes der Osteoimmunologie geführt.