Forschungsschwerpunkte

Dr. rer. nat. Katharina Schmidt-Bleek

Unsere Arbeitsgruppe fokussiert sich auf die frühen Entzündungsphasen der Frakturheilung. Immunmodulation bietet hier innovative Möglichkeiten therapeutischer Intervention zur Verbesserung der Knochenheilung.

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Frakturheilungsphasen

Jede Verletzung, die mit einer Blutung einhergeht, resultiert in der Formation eines Hämatoms. Dadurch bildet das Hämatom den Ausgangpunkt der Heilung. Begleitet wird die Hämatombildung von einer entzündlichen Reaktion, die die Heilung initiiert. Diese pro-inflammatorische Phase der Heilung wird abgelöst von einer anti-inflammatorischen Phase, in der die Revaskularisierung eingeleitet wird. Die Versorgung des Verletzungsgebietes wird damit wiederhergestellt, ein entscheidender Schritt für eine erfolgreiche Heilung. Das Hämatom reift zu einem Granulationsgewebe. Im Knochen folgt die Entstehung eines weichen Kallus, der vorherrschende Zelltyp ist hier die Knorpelzelle. Im weiteren Heilungsverlauf mineralisiert die Knorpelmatrix und wird von Geflechtknochen abgelöst. Dadurch ist der verletzte Knochen wieder stabilisiert und passt sich mit der Zeit durch einen Remodellierungsvorgang wieder seiner mechanischen Belastung an, so dass Form und Funktion wiederhergestellt sind. Der Knochen hat sich regeneriert.