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08.12.2017

Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies feiert Geburtstag

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Eröffnung des Einstein Center for Regenerative Therapies

Prof. Dr. Georg Duda moderiert den Festakt, Foto: Aarón Xerach Herrera Martín
Prof. Dr. Karl-Max Einhäupl bei seiner Festrede, Foto: Aarón Xerach Herrera Martín

Herzlichen Glückwunsch BSRT und ECRT: Zwei Einrichtungen, die junge Nachwuchswissenschaftler in Berlin und Brandenburg fördern, die im Bereich der Regenerativen Therapien forschen, haben Anfang Dezember gemeinsam gefeiert - die Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies (BSRT) ihr zehnjähriges Bestehen und das Einstein Center for Regenerative Therapies (ECRT) seine Eröffnung. Rund 150 Gäste aus Wissenschaft und Politik folgten der Einladung zur Veranstaltung in den Räumen der BSRT und des ECRT am Campus Virchow-Klinikum der Charité.

Prof. Dr. Georg Duda, Sprecher der BSRT und des ECRT, sagte zur Eröffnung der Festveranstaltung: "Wir führen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an das interdisziplinäre Fach der Regenerativen Medizin heran und bauen die Kooperationen zwischen universitären und außeruniversitären Wissenschaftlern und Einrichtungen aus", erklärte er. Die professionelle Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren, Biologen und Medizinern ermögliche neue Therapieansätze. Die Grundlagen dafür werden an der Graduiertenschule BSRT und dem Innovationstreiber ECRT geschaffen. Die Regenerative Medizin befasst sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen durch die Wiederherstellung funktionsgestörter Zellen, Gewebe und Organe. Dies geschieht durch Anregung der körpereigenen Selbstheilungs- und Reparaturprozesse oder durch biologischen Ersatz in Form von lebenden Zellen.

Der Vorstandsvorsitzende der Charité, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, betonte in seinem Grußwort: "Die Regenerative Medizin ist einer der Schwerpunkte der Charité. Das Besondere an der Graduiertenschule BSRT ist die Interdisziplinarität und die Internationalität der Studierenden." Beides sei für Fortschritte in der Wissenschaft von großer Bedeutung. "Das, was wir heute feiern, ist ein tolles Beispiel für die Kooperation zwischen unterschiedlichen Disziplinen, aber auch zwischen den einzelnen Einrichtungen", erklärte der Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Steffen Krach. Diese sei beispielhaft für viele weitere Bereiche. Er betonte: "Sie haben für die Nachwuchsarbeit viel geleistet, dafür danke ich Ihnen ganz herzlich."

Die Feierlichkeiten fanden in Verbindung mit dem BSRT Symposium 2017 statt, zu dem Doktoranden der Graduiertenschule namhafte, internationale Gastredner zum Thema "Recognize, Repair, Regrow - Personalized Biomedicine Rises" eingeladen hatten. Das Fazit der Podiumsdiskussion "Homo Deus": Are we creating super humans and is our society ready for it?, an der u.a. die Wissenschaftler Prof. James Adjaye von der Universität Düsseldorf, Prof. Andrew Carr von der University of Oxford sowie der Politiker Dr. Jan van Aken und der Bioethiker Prof. Paul Root Wolpe von der Emory University mitwirkten: Wissenschaftler sollten ihre Forschung stärker reflektieren. In Publikationen und Forschungsanträgen werden vor allem die Vorteile von neuen Therapien in den Vordergrund gerückt. Die Grenzen und Probleme sollten allerdings genauso stark diskutiert werden.

Die BSRT ist die Graduiertenschule des translationalen Forschungszentrums Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT). Sie wurde am 1. November 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative gegründet. Die internationale Graduiertenschule bietet interdisziplinäre Trainings- und Forschungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Regenerativen Medizin für Doktoranden und Postdoktoranden. Seit der Gründung forschten an der BSRT mehr als 200 Nachwuchswissenschaftler aus über 30 Nationen. Das ECRT versteht sich als Ideenschmiede. Es wird seit Januar 2017 durch die Einstein Stiftung Berlin gefördert. An der Charité ergänzt und eint es die bestehenden Strukturen BCRT und der BSRT. Die Kickbox Seed Grants des ECRT ermöglichen es Nachwuchswissenschaftlern, ihre neuen Ideen auszuprobieren.



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