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08.10.2012

Georg Bergmann erhält Life-time Achievement Award

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Auszeichnung für seine langjährige Forschung auf dem Gebiet der Gelenkimplantation.

Prof. Georg Bergmann, stellvertretender Direktor des Julius Wolff Instituts der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, hat für sein Lebenswerk die höchste Auszeichnung der International Society for Technology in Arthroplasty (ISTA) erhalten. Der Ingenieur wurde auf dem Jahreskongress in Sydney mit dem "Life-time Achievement Award" für seine langjährige Forschung auf dem Gebiet der Gelenkimplantation geehrt.

Der auf seinem Gebiet führende Ingenieur und Biomechaniker realisiert seit 1980 die Idee, die Belastung künstlicher Gelenke mittels eingebauter Sensoren, induktiver Energieversorgung und telemetrischer Datenübertragung zu messen. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit gelang es 1988, die erste instrumentierte Hüftendoprothese bei einem Patienten zu implantieren und die real wirkenden Belastungen der Hüfte in Echtzeit zu messen. Hier entdeckten die Wissenschaftler, dass auf das Hüftgelenk, insbesondere beim Stolpern, maximale Belastungen von bis zum achtfachen des Körpergewichtes einwirken. Die Messtechnik wurde seitdem ständig weiterentwickelt.

Bis heute haben Prof. Bergmann und sein Team der Instrumentierten Implantate von über 50 Patientinnen und Patienten Belastungsdaten von Wirbelsäule, Knie-, Hüft- und Schultergelenken aufgezeichnet, die über die Datenbank www.orthoload.com für jedermann zugänglich sind. Damit sind die Berliner Wissenschaftler weltweit führend und leisten einen wichtigen Beitrag zur orthopädischen und biomechanischen Forschung. Die generierten Daten fließen in die Entwicklungen und Testung von künstlichen Gelenken ein und dienen zur Validierung von Berechnungsmodellen für Operationstechniken sowie für die Optimierung von Rehabilitationsmaßnahmen.

Prof. Bergmann wurde 1947 in Berlin geboren. Er studierte Maschinenbau und Biomedizintechnik an der Technischen Universität Berlin. 1974 begann er seine Forschungstätigkeit im Biomechaniklabor der Orthopädischen Klinik der Freien Universität Berlin. Nach seiner Promotion 1981 war er an der Harvard Medical School in Boston tätig. 1995 habilitierte er und ist seit 2003 Professor an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. 2008 gründete Prof. Bergmann zusammen mit Prof. Georg Duda das Julius Wolff Institut.



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