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26.03.2014

Georg Bergmann erhält Welt-Preis für Arthroseforschung

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Georg Bergmann mit Hüftimplantat

Weltpreis 2014 würdigt einen Pionier, der die Bedeutung der Belastung bei Arthrose veranschaulicht hat wie kein anderer zuvor.

Georg Bergmann, stellvertretender Direktor des Julius Wolff Instituts und Arbeitsgruppenleiter der Instrumentierten Implantate, erhält den Welt-Preis für Arthroseforschung 2014.

Die Deutsche Athrose-Hilfe und die Welt-Athrose-Organisation würdigen mit dem Weltpreis seine langjährigen Forschungsarbeiten, die Millionen von Menschen zugutekommen und die Orthopädie und Krankengymnastik maßgeblich verändert haben.

Das Team der Instrumentierten Implantate um Georg Bergmann waren die Ersten, denen es gelang, Belastungen in einem Gelenk direkt am Menschen zu messen. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit gelang es 1988, die erste instrumentierte Hüftendoprothese bei einem Patienten zu implantieren und die real wirkenden Belastungen der Hüfte in Echtzeit zu messen. Hier entdeckten die Wissenschaftler, dass auf das Hüftgelenk, insbesondere beim Stolpern, maximale Belastungen von bis zum achtfachen des Körpergewichtes einwirken. Die Messtechnik wurde seitdem ständig weiterentwickelt.

Bis heute hat das Team bei über 50 Patientinnen und Patienten Belastungsdaten von Wirbelsäule, Knie-, Hüft- und Schultergelenken aufgezeichnet, die über die Datenbank www.Orthoload.com für jedermann zugänglich sind. Anfang 2014 gründete das Julius Wolff Institut mit namhaften Implantatherstellern den OrthoLoad Club, der sich zum Ziel gemacht hat, den Informationsaustausch zwischen den wissenschaftlichen, klinischen und industriellen Partnern hinsichtlich der Probleme beim Gelenkersatz zu intensivieren und gemeinsam Lösungen zur Verbesserung orthopädischer Implantate zu finden.

Georg Bergmann wurde 1947 in Berlin geboren. Er studierte Maschinenbau und Biomedizintechnik an der Technischen Universität Berlin. 1974 begann er seine Forschungstätigkeit im Biomechaniklabor der Orthopädischen Klinik der Freien Universität Berlin. Nach seiner Promotion 1981 war er an der Harvard Medical School in Boston tätig. 1995 habilitierte er und ist seit 2003 Professor an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. 2008 gründete Georg Bergmann zusammen mit Georg Duda das Julius Wolff Institut.



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