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15.09.2010

Julius Wolff Institut sorgt für Coverbild in internationalen Journals

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Cover der Journals

Institut steuert für zwei international bedeutende Fachmagazine die Titelbilder bei.

Für das Journal Tissue Engineering Part B: Reviews (Volume 16, Nummer 4, 2010) steuerte Jasmin Lienau das Bild eines Präparats in der anfänglichen Heilungsphase bei. Das Foto zeigt Material aus dem Osteotomiespalt (3mm) vier Tage nach der Operation an der Tibia des Schafes. Die Aufnahme verdeutlicht das entstandene Hämatom sowie die beginnende Ausbildung von Granulationsgewebe. Im dazugehörigen siebenseitigen Review beschrieben Katharina Schmidt-Bleek, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Julius Wolff Institut, und Paula Kolar, wissenschaftliche Mitarbeiterin aus der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, das bisher Bekannte über die inflammatorische (entzündliche) Phase der Frakturheilung, insbesondere das dabei stattfindende zelluläre Geschehen. Dabei fordern die Autoren weitere Forschungsanstrengungen auf dem Gebiet der initialen Heilungsphase, da immer noch wenig Kenntnis über die Rolle der inflammatorischen Zellen in dieser Phase der Heilung bekannt ist.

Im Journal of Bone and Mineral Research (JBMR) der Septemberausgabe (Volume 25, Nummer 9, 2010) steuerte Yifei Liu, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Kolloids- und Grenzflächenforschung (MPI) ein Foto der Kalziumverteilung im Kallus eines Osteotomiemodells am Schaf bei. In der dazugehörigen Publikation, die in Kooperation des MPI mit dem Julius Wolff Institut entstanden ist, wird die Entwicklung des Kallusgewebe als Funktion der Heilungsdauer untersucht. Eine wesentliche Erkenntnis bestand darin, dass das Knochengewebe im Kallus in zwei Wachstumsphasen entsteht. Zunächst bildet sich ein relativ ungeordnetes Gewebe mit sehr hoher Porosität. Erst auf der Oberfläche dieses primären Knochens kann sich dann lamellares Gewebe mit viel besseren Eigenschaften ablagern. Der Artikel verdeutlicht, dass der Entstehungsprozess des (intramembranösen) Frakturkallus komplexer ist als bisher angenommen und für die Bildung von lamellarem Knochengewebe ein hartes Substrat benötigt wird.

Links

Kolar P, Schmidt-Bleek K, Schell H, Gaber T, Toben D, Schmidmaier G, Perka C, Buttgereit F, Duda GN
The early fracture hematoma and its potential role in fracture healing.
Tissue Eng Part B Rev. 2010 Aug;16(4):427-34

Liu Y, Manjubala I, Schell H, Epari DR, Roschger P, Duda GN, Fratzl P
Size and habit of mineral particles in bone and mineralized callus during bone healing in sheep.
J Bone Miner Res. 2010 Sep;25(9):2029-38



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