Aktuelles aus den Centren

19.10.2010

Neues Tool zur Erkennung von Knochen-Heilungsstörungen

Zurück zur Übersicht

Sie befinden sich hier:

Wissenschaftler entwickeln jetzt gemeinsam mit der Milenia Biotech GmbH ein Diagnosetool für Knochenheilungsstörungen.

Wissenschaftler des Julius Wolff Instituts, des Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapies und des Centrums für Muskuloskeletale Chirurgie an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin entwickeln jetzt gemeinsam mit der Milenia Biotech GmbH ein Diagnosetool für Knochenheilungsstörungen. Fünf bis 15 Prozent der Patienten leiden an solchen Störungen, bei denen Frakturen nur sehr langsam oder gar nicht heilen. Diese Störung erfordert meist eine zweite Operation, bei der zusätzliche Knochenersatzmaterialen oder Substanzen verabreicht werden, die die Knochenneubildung anregen.

Wissenschaftler arbeiten daher jetzt an einem Diagnostiksystem, mit dem während eines operativen Eingriffs erkannt werden kann, ob der Patient an Heilungs-störungen leidet. Das zukünftige System soll einen Schnelltest enthalten, mit dem das OP-Team während des ersten operativen Eingriffs eine Prognose über den Heilungserfolg der Fraktur ablesen kann. Durch dieses Diagnosesystem kann ein zweiter Eingriff verhindert werden, da die dafür notwendigen Therapiemaßnahmen schon während der ersten Operation effektiv angewendet werden können.



Als Kooperationspartner steht dem Julius Wolff Institut die Milenia Biotec GmbH zur Seite. Das Gießener Biotechnologie-Unternehmen arbeitet den Immunoassay-Test aus, der das Prinzip der Bindung zwischen Antigen und Antikörper nutzt. Der Assay ist in der Lage die Konzentration ausgewählter Wachstumsfaktoren, Zytokine und Proteasen, die in der frühen Phase der Knochenheilung eine entscheidende Rolle spielen, zu messen. Eine Vorstudie des Julius Wolff Instituts hat bereits gezeigt, dass die Konzentration dieser Proteine einen Hinweis auf den Knochenheilungserfolg des Patienten gibt.

Das Projekt wird von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigung (AiF) mit Mitteln aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert.



Zurück zur Übersicht