Aktuelles aus den Centren

04.05.2016

Politische Delegation besucht BCRT

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Quelle: Wiebke Peitz I Charité Universitätsmedizin Berlin

Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller besucht Translationszentrum.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller hat gestern das Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) besucht, das gemeinsam von der Charité und der Helmholtz-Gemeinschaft getragen wird. Am Campus Virchow-Klinikum informierte er sich mit Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer und den Staatssekretären für Wissenschaft Steffen Krach und für Arbeit Boris Velter über aktuelle Forschungsprojekte des interdisziplinären Translationszentrums.

Der Dekan der Charité Prof. Axel Radlach Pries und die Stellvertretenden Direktoren des BCRT Prof. Georg Duda und Prof. Andreas Lendlein begrüßten die Gäste und erläuterten die Struktur und Entwicklung des BCRT. Ziel des Zentrums sei es, so Prof. Duda, eine anwendungsorientierte Forschung zu betreiben. Die zentrale Frage sei, wie exzellente Klinik und exzellente Grundlagenforschung so verbunden werden, dass schneller Lösungen für Patienten gefunden werden. Dazu hilft die räumliche Nähe zwischen Kliniken und Forschung, die eine enge Verschmelzung von Forschung und Patientenversorgung ermöglichen. Zur Veranschaulichung stellten Prof. Duda und sein interdisziplinäres Team unterschiedliche Forschungsprojekte vor.

Der Herzchirurg Prof. Christof Stamm erläuterte dem Regierenden Bürgermeister und seinen Begleitern regenerative Therapien bei Herzkrankheiten. So konnte das Leben des 51-jährigen Patienten Stefan Sichelschmidt, der an einem schweren Herzversagen nach Entzündung des Herzmuskels litt, durch Einsetzen eines Kunstherzens im Juni 2009 gerettet werden. Er führt seitdem ein sehr aktives Leben und wartet auf ein passendes Spenderorgan für eine Herztransplantation. "Mittlerweile nehme ich wieder an Sportveranstaltungen teil, auch wenn mich dabei ein kleines Team begleitet", sagt Sichelschmidt. Noch vor 20 Jahren wäre eine solch hohe Lebensqualität mit Kunstherz unmöglich gewesen. Am Beispiel eines jungen Patienten aus Osteuropa, der bei ähnlicher Erkrankung zusätzlich zum Kunstherz auch eine Behandlung mit körpereigenen Stammzellen erhielt, erläuterte Prof. Stamm die Chancen der Regenerativen Medizin. In diesem Fall konnte das Kunstherz nach wenigen Monaten wieder entfernt werden, da sich die Herzfunktion komplett erholt hatte. Wie die Stammzelltherapie auch anderen Patienten mit Herzversagen helfen kann, wird am BCRT weiter untersucht. 

Quelle: Charité – Universitätsmedizin: http://www.charite.de/



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