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10.11.2011

Wissenschaftler erhalten Zuschlag für BISp-Projekt

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Bundesinstitut für Sportwissenschaft fördert Projekt für die Entwicklung von Therapiemaßnahmen, um Beschwerden bei Rückenschmerzen zu verringern.

Das Centrum für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin (CSSB) erhält zusammen mit den beteiligten Instituten Julius Wolff Institut der Charité und dem Institut für Sportwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin Fördermittel zur Realisierung von drei Teilprojekten zur Diagnose, Prävention und Therapie von Rückenschmerzen. Am 7. und 8. November fand dazu ein erstes Kick-Off Meeting in Potsdam statt.

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) hatte das dreieinhalbjährige Projekt mit einer Gesamtförderhöhe von 5,3 Millionen Euro ausgeschrieben. Das Ziel ist es, wissenschaftlich begründete Therapiemaßnahmen zu entwickeln, die das Risiko für und die Beschwerden bei Rückenschmerzen verringern. Hierfür setzt das BISp auch auf die Spitzensportforschung, deren Ergebnisse der Allgemeinheit zu Gute kommen sollen. Die in der Spitzensportforschung genutzten funktionellen Diagnostik-, Präventions- und Therapiekonzepte, welche Sport und Bewegung in den Mittelpunkt stellen, stellen die Basis des Projektes dar.

Das CSSB übernimmt Teilstudien in dem Projekt, bei denen u.a. wirkende Muskelkräfte mithilfe von mathematischen Modellen berechnet werden sollen. Diese Muskelkräfte sollen dann auf ein Finite-Elemente-Modell übertragen werden, um konkrete Vorhersagen über die Wirbelsäulenbelastung treffen zu können. Desweiteren wird das CSSB die Einflüsse von Störungen auf die Kraftverteilung ermitteln und die neuromuskuläre Kontrolle der Stabilisierung des Rumpfes untersuchen.

Unter der Projektleitung der Universität Potsdam wurde durch das Projekt ein bundesweites Forschungsnetzwerk aus Sportmedizin, Orthopädie, Biomechanik, Medizinische Psychologie, Sportpsychologie, Sport- und Gesundheitssoziologie und Trainingswissenschaft ins Leben gerufen. Durch diese interdisziplinäre Wissenschaftsvernetzung soll ein schneller Erkenntnisgewinn und ein schneller Transfer von Forschungsergebnissen in den Spitzensport und in den klinischen Alltag ermöglicht werden.



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